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Alfred Lang

Sektionsleiter Binnen

Die Liebe zum Wasser prägte den Leiter der Sektion Binnen bereits in jungen Jahren. Vom Schlauchboot über das Surfbrett und einer faszinierenden Sturm-Nacht auf dem Ärmelkanal hat er es bis zum leidenschaftlichen Aquila-Segler gebracht.
„Für mich war es ein besonderes Erlebnis nur vom Wind getrieben über das Meer zu fahren.“
Meine Beziehung zum Wassersport begann bereits in meiner Kindheit. In den Schulferien fuhr ich mit meinen Geschwistern und Freunden mit dem Rad von Winzendorf über den Schönauerberg zum Stubenbergsee – immer mit dabei, mein Schlauchboot. Mein Onkel war zu dieser Zeit begeisterter Surfer, das wollte er mir beibringen. Er hat mir gezeigt, wie man richtig steuern muss und durch die richtige Segelstellung vom Ufer wegkommt. Hier erkannte ich erstmals, wie wichtig die richtige Taktik für den Wassersport ist. In der Jugendzeit habe ich das Interesse am  Wassersport allerdings verloren und mich mehr dem Fußball, Karate und dem Motorsport gewidmet. Ganz ist die Beziehung zum Wasser aber trotzdem nie aus meinem Leben verschwunden. Als 13-jähriger reiste ich zu meiner Tante nach England, wo wir auf der Fahrt über den Ärmelkanal in einen Sturm gerieten. Ich bin an Deck geblieben, weil mich die Gewalt des Meeres so faszinierte.

Traumziel - Einsame Buchten

Durch meine Urlaube am Plattensee, Neusiedlersee und in Kroatien ist dann eine Sehnsucht entstanden, selbst auf dem Meer zu fahren und die Welt aus einer anderen Perspektive kennen zu lernen. Leider hatte ich dann durch Familie, Kinder, Hausbau und Beruf einfach nicht die Möglichkeit
der Verwirklichung. Mit meiner Frau Franziska, einer begeisterten Kroatienliebhaberin, habe ich viele Inseln und Städte bereist. Um in einsame Buchten zu gelangen sind wir per Rad oder zu Fuß in unwegsamen Geländen unterwegs gewesen. Da beschloss ich schließlich: Ein Boot muss her! Von meinem ursprünglichen Wunsch nach einem Motorboot mit mindestens 200 PS kam ich aber schnell ab. Da man für alles einen Führerschein benötigt, wollte ich eine Fahrschule für Boote besuchen. Über einen Freund habe ich schließlich Martin Höfler, den Kursleiter für „Kroatisches Küstenpatent“ kennen gelernt. Anmeldeformular ausgefüllt und nach acht Wochen Kurs fuhren wir nach Zadar zum Hafenkapitän, um die Prüfung abzulegen.

Abenteuer Segeln

Alle bestanden die Prüfung und freuten sich auf den Ausbildungstörn, der in Biograd startete. Hier stand ich erstmals auf einem Schiff mit 14 Metern Länge. Unbeschreiblich für mich, kannte ich solche Schiffe doch nur aus Prospekten. Endlich hatten wir die Möglichkeit unsere theoretischen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden. Fuhren wir anfangs nur mit Motor, traute man uns am zweiten Tag schon mehr zu und das Abenteuer  „Segeln“ startete. Es war für mich ein besonderes Erlebnis, nur vom Wind getrieben über das Meer zu fahren. Hier ist mir bewusst geworden, warum wir in der Ausbildung mit Zirkel und Dreieck Kurse berechneten.

Aquila-Segeln

Im selben Jahr beschloss ich, den A-Schein für österreichische Seen zu machen. Im Zuge der Ausbildung segelten wir am Stubenbergsee. Um Erfahrungen sammeln zu können, kaufte ich mir eine Woche vor der Prüfung eine Aquila mit dem Namen NO 6. Im Herbst 2008 fuhr ich mit Hans meine erste Regatta auf dem Stubenbergsee. Hier lernten wir Raoul Otter, Klassensekretär der Aquila Klassenvereinigung kennen. Durch ihn kamen
Hans und ich zum Aquila-Segeln und sind seither unterwegs auf österreichischen Seen wie Obertrummersee, Attersee, Traunsee, Mattsee, Neusiedlersee und Steyer. Seit 2009 freut es mich, Mitglied einer großen Familie zu sein, tolle Regatten und wunderschöne Wochenenden mit viel Spaß erleben zu dürfen.